Immer wieder erreichen uns berechtigte Fragen: Welche Reinigungsmethode ist die bessere Wahl? Soll es die Doppelwäsche mit der Clearaudio Double Matrix Professional Sonic sein, die auf eine sogenannte Flächenreinigung setzt? Oder doch die Ultraschallwäsche mit dem Gläss Vinyl Cleaner Pro X?

Doppelwäsche oder Ultraschallreinigung: Welche Methode passt besser?
Immer wieder werden wir gefragt: Welche Reinigungsmethode ist die bessere Wahl? Die Doppelwäsche mit der Clearaudio Double Matrix Professional Sonic, die auf eine gründliche Flächenreinigung setzt? Oder doch die Ultraschallreinigung mit dem Gläss Vinyl Cleaner Pro X?
Wir wollten der Sache auf den Grund gehen – aber wie sollten wir es angehen?
Die Antwort darauf ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Eine doppelte Wäsche mit der Clearaudio liefert zweifellos hervorragende Ergebnisse. Doch um einen wirklich präzisen Vergleich mit der Ultraschallreinigung zu ziehen, müsste der Originalzustand der verschmutzten Schallplatte exakt reproduziert werden. Und genau das ist schlichtweg unmöglich.
Ein Lösungsversuch
Für diesen Testbericht standen uns mehrere ungespielte Exemplare desselben Single-Titels zur Verfügung. Wir wählten zwei davon aus und unternahmen zahlreiche Versuche, um mit Fotos mögliche Unterschiede zwischen den Reinigungsmethoden sichtbar zu machen. Wir wollen hier allerdings festhalten, dass unser Test keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt.
Die erste Single wurde mit der Clearaudio einer Doppelwäsche unterzogen, die zweite reinigten wir mit der Gläss im Ultraschallbad.
Für unsere Untersuchung nutzten wir ein hochwertiges Dino-Lite Mikroskop mit einer 900-fachen Vergrößerung, das selbst feinste Details beeindruckend sichtbar macht. Doch bei dieser hohen Vergrößerung stießen wir auch auf eine Herausforderung: Es war extrem schwierig, exakt vergleichbare Aufnahmen zu erstellen. Bereits kleinste Bewegungen des Objekts oder des Mikroskops führten zu deutlichen Veränderungen im Bild. Dazu kam die Schwierigkeit, exakt die gleiche Stelle der Schallplatte zu fotografieren – was uns aufgrund der genannten Gründe leider nicht vollständig gelang.
Trotz dieser Hürden erstellten wir zahlreiche Aufnahmen, um zumindest ansatzweise sichtbar zu machen, ob eines der beiden Reinigungssysteme erkennbare Vorteile bietet.
Hier eine Erläuterung zu den gezeigten Fotos: Alles, was auf den Bildern hell erscheint, reflektiert das Licht des Mikroskops am stärksten und liegt minimal näher am Objektiv. Die Plattenrille selbst befindet sich zwischen zwei parallel verlaufenden, hellen Linien. Dezente Schimmerlinien markieren die Flanken der Rille. Genau auf diesen Bereich richten wir unsere Aufmerksamkeit bei der Analyse der verschiedenen Aufnahmen. Dabei fällt - wenn auch sehr subtil - auf, dass die Doppelwäsche etwas weniger schimmernde Punkte aufweist als die Ultraschallwäsche.
Diese ersten Tests zeigen, dass die Unterschiede zwischen den Reinigungsmethoden äußerst gering sind und akustisch vermutlich kaum ins Gewicht fallen. Falls überhaupt ein Vorteil besteht, liegt Clearaudio leicht vorne im Vergleich.
Wir werden uns weiterhin bemühen, mit denselben (und ungespielten) Schallplatten noch detailreichere und anschaulichere Fotos zu erstellen und hier zu präsentieren. Es bleibt spannend!
Im Test verwendet: Dino-Lite AM4515T8 Handmikroskop und Stativ RK-10A
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